meditation salzburg

Warum Zen?

Erfahrungsberichte:




Rudi gibt Einblick in seine Sicht auf Zen:


Ich sitze still und reglos auf meinem Kissen – still? Meine Gedanken springen herum als würden sie Sport betreiben und mein Rücken sagt mir, dass ich ihn endlich bewegen soll.


Zen-Meditation, was soll das, was bringt mir das?


Doch irgendetwas sagt mir, dass es da etwas Neues zu entdecken gibt, also komme ich wieder und immer wieder zur Meditation. Immer öfter gelingt es mir meine Gedanken loszulassen, sie einfach zu betrachten oder überhaupt nur zu Sein. Mein „Sein“ ist viel mehr als das, was ich bisher kannte und immer öfter breitet sich eine innere Freude in mir aus. Auch im Alltag fällt mir auf, dass ich immer öfter im Hier und Jetzt bin, oder sollte ich besser sagen, im wirklichen Leben? Ja, immer besser verstehe ich auch mein Leben und immer mehr nehme ich etwas wahr, was weit über meinen Verstand hinausgeht. Es ist unerklärlich aber es ist einfach schön.





Ich (Andrea Hōnin) gebe Einblick in meine Sicht auf Zen:


Für mich bedeutet Zen immer wieder neu anzukommen.  

In der Zen-Übung lerne ich mich jedem Moment voll und ganz anzuvertrauen und den Gedanken nicht zu viel Kraft zu geben. Ich gönne dem analytischen Verstand eine Pause und lassen ihn zur Ruhe kommen. Ich setze den Geist in den Körper- so wie das Gesäß auf das Kissen. 


Wir leben in einer Zeit wo wir nach vielen Dingen greifen und auch vieles achtlos verwerfen. Aber ich habe mich schon oft gefragt: Was bedeutet eigentlich Menschsein? Wer bin ich? Woher komme ich? Warum bin ich hier? Was ist mein wahres Selbst?  Diesen Fragen zu begegnen heißt für mich, dem Leben, mir selbst und dem Weg zu begegnen. 


Aber ich weiß auch: Wenn ich auf dem Pfad bin, begegne ich nicht immer nur inneren Frieden und Stille, sondern auch dem, was mich unruhig macht. Gefühle, Gedanken, Schmerzen und alte Muster brechen durch. Ich begegne meinem Haben-Wollen und dem Nicht-Haben-Wollen, meinem Sein-Wollen und dem Nicht-Sein-Wollen, meinem Werden-Wollen und dem Nicht-Werden-Wollen. Aber in der Stille des Zazen erkenne ich auch, ohne meine Schatten, gibt es auch kein Licht. Ohne Schlamm, kein Lotus- heißt es im Lotossutra.
Das bedeutet für mich einerseits, dass alles da ist und andererseits aber auch ein stätiges dranbleiben. Präsent zu sein, anstatt in den Stillstand zu gehen oder in den Widerstand zu flüchten.


Seit ich in der Zen-Praxis mir selbst begegnet bin, wuchs daraus nicht nur Klarheit sondern auch Mitgefühl. Eine Klarheit, eine Öffnung nicht nur für mich selbst, sondern für alles Lebendige. 



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Andrea Binder
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