Meine Name ist Andrea Binder und ich wurde 1978 in Hallein geboren.
Die erste Begegnung mit Meditation hatte ich mit 27 . Damals lebte in Wien. Ich befand mich gerade in einer schamanischen Ausbildung, vollzog Selbstfindungsrituale und nahm an Schwitzhüttenzeremonien teil. Das ständige an sich selbst arbeiten und die fortwährende Aufarbeitung meiner Vergangenheit, erweckte in mir die Frage: Wann kann ich endlich in Frieden mit mir und dem Leben sein?
Durch Wing Tzung fand ich Zugang zur Meditation. Den Geist zu zähmen und ihn zu fokussieren erweckte in mir eine Neugier und ich wollte mehr darüber erfahren.
Meine erste Begegnung mit Zen hatte ich mit einem katholischen Priester. Er bot wöchentliche Zazenmöglichkeiten an. Das Sitzen in Stille erweckte in mir das Interesse für den Weg. Aber da ich schon mit 18 aus der Kirche ausgetreten war, weil mich der Gedanken eines persönlichen Schöpfergottes irritierte, hatte ich Schwierigkeiten die beiden Dinge zu verknüpfen. Daher besuchte ich eines Tages eine Messe, wo der Zenlehrer und Pfarrer predigte. Aber ich konnte mich mit dem gesprochenen Worten nicht verbinden und mein Herz blieb verschlossen. Im Dokusan (Einzelgespräch mit dem Lehrer) erzählte ich ihm davon. 
Er schickte mich zu *Genro Seiun Koudela ins Bodhidharmazendo Wien am Fleischmarkt. 
Bis heute bin dem kath. Pfarrer für diese Empfehlung dankbar, denn dort fand ich meine Heimat. 
Das gemeinsame Zazen, das Sitzen in Still und der geregelte Ablauf aber auch der Buddhadharma, öffneten mein Herz und ordnete meinen Geist. Ich spürte eine Verbindung und ein Ankommen bei mir selbst und im Leben. Das nahm ich als sehr befreiend wahr. 

2005 wurde ich dann SanghaMitglied im BodhidharmaZendo Wien. 2009 erhielt Jukai (Zufluchtszermonie) und bekam den DharmaNamen: Honin (法 忍). 
Im November 2010 starb Genro Seiun Koudela an den Folgen von Lungenkrebs.

Von 2011-2012 widmete ich mich einem einjährigen Zen-Klosteraufenthalt unter der Führung von *Joshu Sasaki Roshi auf Mt. Baldy in Kalifornien. 
Danach kehrte ich nach Salzburg zurück.
Dort lernte ich die Soto Schule kennen und eine weitere Rinzai-Schule. 
Bis heute nehme regelmäßig an Sesshins (intensiv Retreats) teil.
Informationen dazu findest Du unter dem Punkt:  Zen-Praxisorte und Lehrer.

Da mir die Zen-Praxis am Herzen liegt, möchte ich sie mit anderen Menschen auch hier vor Ort teilen teilen.
Wenn Du eine Gruppe zum gemeinsamen Meditieren suchst und ich bei dir interessiere für den Weg wecken konnte, dann würde ich mich freuen von dir zu hören.

 

*Genro Seiun Koudela, geboren als Herbert Koudela (1924-2010) war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des Zenbuddhismus in Österreich.
Von 1987-2001 war er Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgemeinschaft. 
Er war Schüler Kyozan Joshu Sasaki Rōshi, RinzaiZenmeister in den USA. 1973 erhielt er die Mönchsweihe und erhielt den Namen Genro. 
Nach zwei Jahren erhielt er die Weihe zum Oshō (Priester) und wurde einige Jahre später zur Ausführung der Koanpraxis befugt. 
Von 1977 bis 1979 leitete er ein Zen-Zentrum in New Mexico, Bodhimanda Zencenter. 
Danach kehrte er nach Österreich zurück, um seinen alten Vater zu pflegen. Als dieser nach fünf Jahren starb, kehrte Genro Oshō nicht mehr in die USA zurück. 
Er blieb in Österreich. Er gründete das Bodhidharma Zendo in Wien und das Buddhistische Zentrums in Scheibbs. Er war bis zu seinem Tod als spiritueller Leiter und Lehrer tätig und führte Koanpraxis durch.
Genro Oshō verstarb am 28. November 2010 mit 86 Jahren. Als seinen offizieller Nachfolger bestimmte er Kigen Seigaku Oshō. Er leitet seit 2012 das Bodhidharmazendo in Wien und ist Abt des Bergzendos in Niederösterreich. (sh.  Praxisorte )

 *siehe auch Gerno Koudela- Wikipedia

Kyozan Joshu Sasaki Rōshi (1907-2014) wurde in der Miyagi Provinz im Norden Japans geboren. Mit 14 Jahren trat er als Novize in das  Zuiryo-ji Kloster ein, das unter der Leitung von Joten Soko Miura, Rōshi stand. Im Alter von 21 Jahren wurde er zum Priester (Oshō) ordiniert. Er erhielt den Namen Kyozan. Im Alter von 40 Jahren wurde Kyozan Joshu die Autorisierung eines Zenmeister (Rōshi) verliehen. 
1962 kam er in die USA und ist geblieben. 1968 gründete er Rinzai-Ji, seinen Haupttempel in der Stadt Los Angeles.  Gefolgt von seinen beiden wichtigsten Ausbildungszentren, Mount Baldy Zen Center in den San Gabriel Mountains in Südkalifornien und Bodhimanda Zen Center in New Mexico, in der Nähe von Albuquerque.  
Unter anderem war er beteiligt an der Etablierung und am Wachstum des RinzaiZens in den USA und Europa und führte Koanpraxis durch.  

K. Sasaki Roshi verstarb 2014 mit 107 Jahren , in Los Angeles im Centres Sinai Hospital ohne einen offizielle/n Nachfolger/in zu hinterlassen.

*siehe auch Kyozan Sasaki Roshi-Wikipedia